Doma Vaquera

Gerne vermittel ich Ihnen die Grundzüge der Doma Vaquera. Es handelt sich hierbei um eine Arbeitsreitweise, deren Ursprung im 17. Jahrhundert in Spanien zu finden ist. Seit den 70’er Jahren ist sie dort als Turnierdisziplin weit verbreitet. Diese Reitweise entwickelte sich aus der täglichen Arbeit mit den Rindern und Stieren auf dem Lande. Sie ist es, die zwischen Reitern und Pferden ein enges Verhältnis entstehen ließ. Nur mit Hilfe seines Pferdes kann der Vaquera seine tägliche Arbeit verrichten. Mit ihm kann er die Rinderherde bewachen, sie treiben oder einzelne Tiere aussortieren. Und dabei ist er darauf angewiesen, daß sein Kamerad jederzeit auf feinste Hilfen reagiert. Schließlich gehören zu den Herden Kampfstiere und deren noch aggressivere Weibchen. Die heutige Doma Vaquera, wie sie in Spanien auf Turnieren zu sehen ist, hat sich zu einer anspruchsvollen Dressur entwickelt. In ihr verschmelzen Eleganz, Leichtigkeit und Dynamik. Als Ausbildungsbasis nutzt sie alle Elemente der klassischen Reitweise, die allerdings in der Disziplin “Doma Vaquera” nur vereinzelt erscheint.

 

 

· Elemente der Doma Vaquera sind…
Arbeitsschritt und Arbeitsgalopp, Pirouetten auf der Vor- und Hinterhand, Traversalen und Ganzer Travers, zügiges Rückwärtsrichten, Vaquerowendungen “Media Vuelta” (180 Grad Drehung auf der Hinterhand) aus dem Schritt oder dem Galopp mit sofortigem weiter gehen in der jeweiligen Gangart und ohne Verlust der Kadenz, deutliche Tempowechsel im Galopp, Außengalopp, fliegende Galoppwechsel (auch von Außengalopp zu Außengalopp), Stoppen auf der Hinterhand.

 

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Zusammen mit dem Team vom Deschenhof habe ich 2005 und 2006 die ersten Doma Vaquera Turniere für Deutschland ausgerichtet. Leider hat sich diese anspruchsvolle Reitweise in Deutschland nicht durchsetzten können. Ich werde weiterhin meine Pferde in der Idiologie der Doma Vaquera ausbilden. Es macht für mich Sinn ein Pferd zu haben das auf die geringsten Hilfen reagiert.